Sonntag, 18. Oktober 2009

Gallimarkt

"Du bist am Wochenende da?" "Ja, du auch?" "Eben übern Gallimarkt?" "Ja, eben gucken."
Jaaa, nach purer Begeisterung hört sich das nun nicht an.
Wir sind schon heimatverbunden, so ist das nicht. Aber 5000 Leute, von denen 80% ab 19Uhr vollkommen betrunken sind, wecken eben nicht so sehr den Ostfriesenstolz wie ne Tasse guter Bünting-Tee.
Sam und ich waren trotzdem da. "Eben übern Markt" heißt dann für uns, dass wir jede kulinarische Köstlichkeit mitnehmen, zwei Lose kaufen und dann doch 1-2 Karussels von innen betrachten.
In der Glücksbranche gibts dabei neue Entwicklungen: so löste das IceAge-Eichhörnchen Spongebob als Hauptgewinn ab und meine typischen 30 Punkte wurden diesmal statt mit einem Vampirgebiss mit Hello Kitty-Stickern belohnt.
Das Kettenkarussel bekam den Zuschlag als obligatorisches Karussel of the year. In dreißig Metern Höhe kam es dann zum folgenden Dialog:
"Schön." "Schön." "Bisschen kalt." "Windig." "Sehr windig, aber schön." "Ja, sehr schön." "Meine Augen tränen ein wenig." "Meine Nase friert ein." "Oh, ich merke meine Beine nicht mehr."

Der Ausblick über einen blinkenden, glitzernden, Kinder-,Sam- und Joy-Augen zum leuchten bringenden Markt und einen ebenso attributierten (Memo: demnächst keine Worte mehr erfinden oder grammatikalisch ausbauen, könnte irgendwann einmal Gottesdienstbesucher verunsichern) Hafen war atemberaubend.

Und dann weiß ich genau, wo ich auch nächstes Jahr irgendwann in der zweiten Oktoberwoche bin.
Vielleicht dann wieder zu viert?

Samstag, 10. Oktober 2009

Anti-Romantiker

Als ich meiner Schwester heute erzählt habe, wie ich und meine Begleiterinnen auf der Deutschlandtour zwei Menschen beim Verlieben zugeschaut haben, kommentierte sie diese Begebenheit erwartungsgemäß mit vielen "ohhh"´s und "süüüß"´s und "mmmh"´s.
Es ist auch wirklich eine wunderschöne Geschichte von einer Straßenmusikerin (war´s ne Oboe, die sie hatte?) und einem Straßenmusiker (Sänger mit Gitarre).
Wir waren genau in den Minuten anwesend, als die beiden sich zum ersten Mal in die Augen sahen, langsam ins Gespräch kamen, Handynummern austauschten und dann gemeinsam musizierten. Ihre Blicke waren unmissverständlich.

Eine Minute nach den schmachtenden "ohhh"´s und "süüüß"´s und "mmmh"´s (auch von meiner Seite), wurde die rosarote Brille durch das Röntgengerät der Realität ersetzt.
Steff: Hmmm.Und jetzt stell´dir ´mal vor, die siehst du in zwanzig Jahren wieder. Dann ist das mehr "Ey Alte, beeil dich ´mal."
Ich: "Aber mit deinem fetten Hintern kommste ja nicht weit. Und deine Oboe kannst du dir sonstwo hinstecken!"
Steff: Ja.
Ich: Ja.

Freitag, 9. Oktober 2009

Definitionssachen

In unserer Gesellschaft muss alles fassbar sein. Alles muss benannt werden. Alles muss definiert werden, sonst müssten wir uns noch auf unseren eigenen Verstand und die eigenen Gefühle zurückbesinnen.

Wer definiert, wann es sich Beziehung nennen darf? (Etwa die Brigitte?)
Wer definiert, was Sex ist und was keiner? (Etwa Bill Clinton?)
Wer definiert Schönheit? (Etwa Heidi Klum?)

Die Liste ist endlos.

wieder was gelernt

Turnt an:
- Kühlschränke mit Muppets-Magneten
- Kühlschränke allgemein
- Spiderschweine
- Mitbewohner
- Mitbewohnerinnen
- leidenschaftliches Brothumpen-essen
- Marge Simpson auf dem Playboy-Cover (Schon gehört? gibts demnächst. Geile Aktion Hugh!)
- Kassen-Fließbänder
- leere Leergutautomaten


Turnt ab:

- Theologiegespräche (inner-evangelisch)
- Theologen-Emos
- Chlorreiniger
- Schellings Naturphilosophie
- Hörbücher ("hex hex")
- Assis mit ihren Bitches ("Oh Alte, du bist n Opfer. Boah ich schwörs-du bist Opfer!Opfer!")
- volle Leergutautomaten
Edit: - Peggy Bundy-Strumpfhosen
- Theologen-Emos mit Peggy Bundy-Strumpfhosen

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Gewitter?!

Dann will ich auch Geschenke!

Montag, 5. Oktober 2009

HuRRaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Strange things happen. Als ich heute wie gewöhnlich mit meinem Tutoriumspartner/Mitbewohner/(was klnigt nicht so schwul wie Lover?) den täglich anstehenden Wochenendeinkauf (oh ja!) vollzog, kam uns eine etwas verwirrte Frau entgegen. Als sie nun mit forschem Schritt auf uns Händchenhaltende zukommt, verengt sich plötzlich ihr Blick, dann reißt sie ihre Arme in die Höhe und brüllt "HURAAA"! Es war allerdings kein fröhliches HURAAA (wie ich das rufe, wenn ich wieder mal erfolgreich die Kontaktlinsen eingesetzt hab) , sondern eher ein fieses, zynisches oder neidisches "oh, ihr seid ja so glücklich!das war ich auch bis mein Mann mich mit dieser Schlampe betrogen hat.Ich hasse Pärchen!"- HURAAA

Skurriles aus meinem Münster-Alltag

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